16. Dezember 2011
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Gesetzliche Krankenkasse
Die Bundestagswahl müsste 2013 von der SPD gewonnen werden
Die Bürgerversicherung soll mit der Wahl der SPD 2013 in die Tat umgesetzt werden. Das die SPD die Krankenversicherung derart in den Fokus ihrer Aktivitäten setzt ist angesichts der Rentenprobleme bemerkenswert. Zumal die zukünftige Altersarmut ein wesentlich größeres Problem darstellt als die 12. Gesundheitsreform.
Begehrlichkeit der Altersrückstellung aus der PKV
Das die diversen Gesundheitsreformen nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht haben ist Fakt. Nun soll die Bürgerversicherung als Allheilmittel zur Gesundheitsversorgung die Lösung aller Probleme sein. So soll der Versicherte PKV-Kunde wählen können ob er in die Bürgerversicherung, unter Mitnahme der Altersrückstellungen eintreten will oder in der PKV bleiben will.
Neue Voll-Versicherte in der privaten Krankenversicherung wird es dann nicht mehr geben. Bedeutet, die einzigste Krankenvollversicherung ist die Bürgerversicherung. Was genau mit den Personen bezogenen Rücklagen (Altersrückstellungen) des Einzelnen, bei Mitnahme in die Bürgerversicherung, Solidargemeinschaft gemacht werden soll bleibt bis jetzt offen. Auch offen ist die Frage was mit den Beamten und der Restkostenabsicherung werden soll.
Pflege folgt Kranken
Damit ist auch die "private Pflegeversicherung" im Fokus zur Bürgerversicherung. Die Pflegeversicherung soll, so Gesundheitsminister Bahr heute, neu definiert werden. Eine "Riester-Pflege ist mal wieder im Gespräch. Finanzminister Schäuble "lockt" mit 200 Euro pro Jahr bei der steuerlichen Absetzbarkeit als Vorsorgeaufwendungen. Das nutzt zwar dem Geringverdiener nichts aber hört sich schon mal gut an. Die freiwilligen Basis der Pflegeversicherung ist wie bei der Riester-Rente auch, ein Garant dafür, das Die die es bräuchten nicht bezahlen können.
Tschüs Wettbewerb, Eigenverantwortung und Individualität
Einheitskasse, Einheitsbeitrag, Einheitsleistungen, Bevormundung durch den Gesetzgeber. Das wäre die "Lösung" der Gesundheitspolitik wenn es die SPD in Händen hat. Fraglich ist ob wir Bürger das wollen. Es kommt aber noch schlimmer. Ist der Versicherte erst mal ausschließlich in der Hand des Gesundheitsministers oder Gesundheitsministerin, wird er der Willkür von Beitragsanhebungen, Zuzahlungen und Leistungskürzungen nicht mehr entgehen können.
Zirka 150 gesetzliche Krankenkassen mit allen Verwaltungen, GKV-Vorständen, Stellvertretern, Kassenärztlichen Vereinigungen, und so weiter, verschlingen einen Großteil an Versichertenbeiträgen. Hier "aufzuräumen" wäre vielleicht der erste Ansatz zu einem gewinnbringenden "Kostendämpfungsgesetz" bevor Politiker wieder mal das Kind mit dem Bad ausschütten.
PKV spricht sich gegen die Vereinnahmung der Versicherten aus
Kommt die Bürgerversicherung tatsächlich, so würde der privaten Krankenversicherung das "Zusatzgeschäft" bleiben. Auch hier ist der Streit bereits heute schon im vollen Gange. Viele gesetzliche Krankenkassen bieten Ihrer Kunden bereits Krankenzusatzversicherungen an. Ob das immer zum Wohle des Versicherten ist lassen wir mal dahingestellt.
Fazit: Noch hat die SPD die Wahl 2013 nicht gewonnen und noch wird weiter diskutiert und "reformiert". Eins dürfte aber heute schon sicher sein, gefragt wird der Wähler zu diesen angedachten Entscheidungen nicht.
Anmerkung: Die PKV-Schelte, welche besonders in 2011 so hochgepuscht wird, haben die einzelnen PKV-Versicherer plus Vertriebe (Struki) und Verkäufer sich selber zu zuschreiben.
Weder wurde auf Leistungen, sprich Inhalte der Tarife noch auf die Beraterhaftung und schon gar nicht auf die Nachhaltigkeit der verkauften Tarife geschaut. Oder wie sonst ist es möglich das einzig der Preis mit Leistungen noch unter GKV-Niveau verkauft wurden? Es ging ausschließlich um Provisionen und mehr Umsatz, meistens nicht zum Wohle des PKV-Versicherten.
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