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Privatpatienten lukrativer als Kassenpatienten

Wer gestern "Plusminus" (23.11.2011) gesehen hat war sicherlich wie auch ich schockiert über das gesetzliche Gesundheitswesen. Immer höhere Beiträge immer weniger Leistungen und zum Schluss schließt der vertraute Hausarzt seine Praxis für Kassenpatienten. Das deutsche Gesundheitswesen ist das teuerste der Welt und das Ineffizienteste dazu.

Drei "Entscheidungsträger die viel Geld kosten

Die gesetzlichen Kassen insgesamt, mit X Vorständen (z. B. Gehalt des Vorstands der Techniker Krankenjasse ca. 178.000 Euro plus Dienstqwagen und sonstiger Privilegien), Stellvertretern, Unmenge von Mitarbeitern, die Kassenärztliche Vereinigung mit völlig starren Vorgaben und einem Wust an Abrechnungsvorschriften und nicht zuletzt die Politik, aktuell Gesundheitsminister Daniel Bahr (wirklich bar jeglicher Vernunft), wird hier geschachert, gespart und der Patient auf den Kostenfaktor reduziert.

Das Ergebnis, im ländlichen Raum verschwinden die niedergelassenen Ärzte bzw. kein junger Arzt will sich hier ansiedeln. Nun lockt Bahr mit höheren Vergütungen in ländliche Regionen.

Und nicht zu vergessen die Lobbyisten der Pharmaindustrie und der Apparateindustrie. Medizinnische Apparate kosten Geld und das muss wieder rein geholt werden. So wird der Patient von Pillen, Tropfen, Röntgen und Kernspin erschlagen ohne sich Zeit für den Patienten zu nehmen. Ob das für den Patienten sinnvoll ist oder nicht ist egal, denn die Abrechnung ist dann um ein vielfaches höher als die Zeit mit dem Patienten zu verbringen.

Auszug aus dem 5. Sozialgesetzbuch, §12, Abs. 1:

„Die Leistungen müssen „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein; sie dürfen das „Maß des Notwendigen“ nicht überschreiten.“ Der Heil- oder Therapieversuch zu Lasten der GKV ist grundsätzlich unzulässig, im Gegensatz zur PKV, in der der Heil- oder Therapieversuch zu Lasten dieser zulässig ist.

Quartalsende

"Jeder dritte Arzt schließt seine Praxis für Kassenpatienten vor Quartalsende weil das Budge erschöpft ist". Keinen Termin mehr in diesem Quartal hört der Patient am Telefon. So mancher Arzt schickt seinen Kassenpatienten gleich die Kündigung weil er zukünftig nur noch Privatpatienten behandelt.

Dazu Herr Candidus, Gesellschaft für Versicherte und Patienten

"Der Ausstieg aus dem Kassensystem ist für die Ärzte eine logische Entscheidung. Doch viele gesetzlich Versicherte fühlen sich zunehmend als Patienten zweiter Klasse. Wolfram-Arnim Candidus von der Gesellschaft für Versicherte und Patienten kritisiert, dass die Krankenkassen die Leistungen reduzieren und die Therapiefreiheit der Ärzte für die einzelnen Patienten beschränken. Das mindere die Versorgungsqualität, bei steigenden Beiträgen.

"Gesundheitsexperten wie Ferdinand M. Gerlach, Institut für Allgemeinmedizin Universität Frankfurt.
In den kassenärztlichen Vereinigungen gehe es in erster Linie um einen Verteilungskampf zwischen verschiedenen Ärztegruppen und zwischen verschiedenen Regionen. Und das sei nicht gut für die Patienten und nicht gut für das System. Es fehle die Kraft etwas Vernünftiges zu machen".

Gesundheitsminister und Gesundheitsministerinnen

Getriebene der Lobbyisten und der Industrie. Der große Wurf ist hier noch keinem gelungen. Es wird weiter auf Kosten der Patienten gezockt und rumgedocktert um den Patienten gesetzliche Krankenkasse vor dem Koma zu bewahren. Auf dem Rücken und zu Lasten der Kassenpatienten. Den vollständigen Artikel von Plusminus lesen Sie hier.

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