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PKV, erst angelockt jetzt drohen Sanktionen

Das die Versicherer schon immer mehr als kreativ in ihren Namensgebungen, im Kundenfang und in den Vertriebsmethoden waren, sind, ist altbekannt. Nun, um mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe zu antworten; "die Geister die ich rief..." aus dem Zauberlehrling, werden die Versicherer die "Billigkunden" nicht mehr los.  

Kundenfang Billigtarife und Gewerbeanmeldungen

In meiner Zeit als Maklerbetreuer einer großen PKV mussten die Hauptberuflichen Versicherungsvertreter die Gewerbeanmeldungen "studieren" und die neuen Selbständigen kontaktieren um von der GKV in die private Krankenversicherung zu locken. "das ist billiger als in der gesetzlichen Krankenkasse".

Um es den neuen Selbständigen "schmackhaft zu machen von der GKV in die PKV zu wechseln wurde der sogenannte Basistarif angeboten. Das resultiert auch heute noch teilweise aus der Preisangst der Versicherungsvertreter eine anständige private Krankenversicherung anzubieten.

Im Kopf der Selbständigen ist der Gedanke "billiger als die GKV" fest verankert. Das Resultat dieser beiden Komponenten; billig wurde schnell teuer und so mancher "Selbständige" kann seine Krankenversicherungsbeiträge nicht bezahlen. Das wäre ihm mit einem Premium Tarif auch passiert. Aber,  wäre er erst mal billiger in der GKV geblieben so träfe es jetzt nicht die PKV!

Diskriminierung oder aus Fehlern gelernt?

Jahrelang wurden mit diesen Billigen Tarifen Kunden als "Privatpatienten" eingefangen. Denn die Devise aller Versicherer ist nach wie vor "wir sind die Größten, wir haben die meisten Kunden, wir haben den größten Kundenzuwachs, und so weiter". Jetzt, da genau mit diesem Billigtarif erkannt ist das das genau die Risikogruppe ist die Gruppe ist welch am ehesten in finanzielle Schieflage kommen kann ist das Gejammer und Geschrei groß. "Beitragspreller und Nichtzahler", Selbständige und "Ausländer".  

Die Hanse Merkur geht "neue Wege"

So geht die Hanse Merkur noch einen Schritt weiter und verlangt seit dem 1. August 2011 eine Bescheinigung vom Einwohnermeldeamt das der Betreffende mindestens seit 2 Jahren seine Hauptwohnsitz in Deutschland hat. Dazu die Bescheinigung das der Betreffende mindesten seit 2 Jahren privat oder gesetzlich in Deutschland Krankenversichert ist. Das trifft Ausländer als auch Deutsche welche längere Zeit im Ausland waren.

So steht es in den neuen Annahmerichtlinien der Hanse Merkur. Schufa und Co. Auskünfte sind obligatorisch, auch bei andern Versicherungen. Dachten die PKVen das die Billigeinsteiger "später" in die Hochwertigen Tarife wechseln würden, wurden sie schnell eines besseren belehrt. War zwar das Wachstum mit den Billig-PKV-Tarifen überproportional, aber der erwünschte Wechsel zu teureren Tarife blieb aus.  

Die Beitragsanpssungen der Hanse Merkur werden für 2012 zwischen 6 und 10 Prozent liegen.

Krankenversicherungspflicht und verspekuliert

Etliche PKVen haben Ihre Billigtarife bereits geschlossen und gänzlich vom Markt genommen. Die Hanse Merkur behält sie bei. Mit der Krankenversicherungspflicht können die PKVen den Nichtzahler aber nicht mehr einfach kündigen und raus schmeißen. Und das selbst die Versicherten welche Jahre ohne Krankenversicherung gelebt haben von der letzten Krankenkasse, Krankenversicherung wieder aufgenommen werden müssen, dass trifft auch die PKV hart. Zumal keine Gesundheitsfragen damit verbunden sind.

Was bleibt dem Versicherungskunden übrig?

"Geiz ist geil" sollte aus den Köpfen der Kunden in puncto Krankenversicherung endgültig gelöscht werden. Wer sich für die PKV entscheidet, entscheidet sich für Leistung und eine bessere Gesundheitsversorgung. Der Preis einer PKV richtet sich nach den gewählten Tarifen und den Versicherungsleistungen, Gesundheit und Alter.

Ein Wechsel in die PKV aus reinen "finanziellen Gründen" weil der Beitrag billiger ist als der in der GKV ist und bleibt Schwachsinn. Versicherungsvertreter die auf diesen Argumenten PKV-Versicherungen verkaufen sind unseriös. Siehe auch: Beitragsanpassungen

Leistungen haben ihren Preis und sind nicht zu Dumpingpreisen, Sonderangeboten mit Rabatt zu haben.

PKV Onlinekonferenz. Leistungsvergleiche sind die Kernaussage in der PKV Beratung und nicht "was ist billiger als die GKV".

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