... suchen

Wer ist online

Wir haben 3 Gäste online
Benutzerbewertung: / 0
SchwachPerfekt 

Eine unendliche Geschichte?

Auf Grund eines Artikel den ein Kollege (PKV-Experte) in seinen Blog gesetzt hat wurden heftige Debatten losgetreten. Was war die Primär-Aussage zu dem Artikel? „viele Tarife in der PKV sind schlechtes als die Versicherung in einer GKV. Dazu die Aussage das die GKV (angeblich) alles bezahlt.

2 Systeme, 2 Weltanschauungen

Laut Statistik hat Deutschland knapp 82 Millionen Einwohner. Zirka 20 Millionen Rentner und ca. 40,84 Millionen Erwerbstätige. Davon sind Zirka 10 Millionen in der PKV in einem Vollkostentarif versichert. Der Rest ist in der GKV versichert. Dazu kommen die GKV-Versicherten welche auf Grund Familienversicherung mit versichert sind. Schätzungsweise, hier gehen die Zahlen spekulativ auseinander, sind ca. 21.000 Menschen in Deutschland gar nicht kranken versichert.

Ferner besteht ein große Anzahl von Versicherten (GKV) die auf Grund von Familienzugehörigkeit im Ausland (Heimatland) ebenfalls mit versichert sind. Das könnte so aussehen; 1 Beitragszahler und 5 (oder mehr oder weniger?) Leistungsbezieher. Deswegen nennt sich das ganze auch Solidar-System.

GKV oder PKV ist möglich wenn

Die Einen, nämlich Die welche Angestellte, Arbeitnehmer unter der Beitragsbemessungsgrenze sind, sind in der gesetzlichen Krankenversicherung zwangsweise versichert. Eine freie Wahl unter den GKVen ist möglich.

Selbständige, Freiberufler, Beamte (Restkostenabsicherung) und Arbeitnehmer über der Beitragsbemessungsgrenze (Jahresentgeltgrenze) könne zwischen privater Krankenversicherung und freiwilliger Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse wählen.

Festgeschriebene Leistungen und Beitrag in der GKV

In der gesetzlichen Krankenkasse sind ca. 95 Prozent der Leistungen aller Kassen identisch. Die Restlichen ca. 5 Prozent sind „Kann-Leistungen“ ohne Rechtsanspruch. Damit ist das Buch der GKV zu. Leistungen sind aber nicht in Stein gemeißelt sondern je nach Gesundheitsreform und finanziellen Kassenlagen variabel. Das bedeutet im Klartext das Leistungen dem jeweiligen finanziellen Schwankungen des Gesundheitssystems unterworfen sind.

Leistungskürzungen als probates Mittel die Kosten, Gesundheitsausgaben „in den Griff zu bekommen“ sind normal. Zusatzbeiträge, Rezeptgebühr, Zuzahlungen zu allen möglichen verschriebenen Leistungen sind ebenfalls normal wie Beitragsanhebungen über den Faktor Beitragsbemessungsgrenze und die Anhebung der Kassenbeiträge oder weiterer Zusatzbeiträge oder Zuzahlungen, im schlimmste Fall Streichungen von Leistungen.

Wahlfreiheit der Leistungen in der PKV

Eine Vielzahl an PKV-Tarifen „bevölkern dem Markt“. So kann der Versicherungsnehmer von Kompakttarifen über Basistarife, Einsteigertarife  bis hin zu Bausteintarifen in der ganzen Bandbreite seines Leistungswunsches seine Wahl zu treffen. Die Qual der Wahl besteht darin das der Kunde einen PKV-Berater findet der sich explizit mit den Tarifinhalten, den Leistungsinhalten der privaten Krankenversicherung auskennt.

PKV nicht gleich PKV

Da im Tarifdschungel und in der PKV-Beratung in vielen Jahre ein Wildwuchs sonder Gleichen entstanden ist ist die Aufklärung der Tarif und Leistungsinhalte für viele Kunden ein Roulette-Spiel geworden. Zu offt wurde lediglich über den Preis verkauft. „Billiger“ als die GKV waren primäre Aussagen der Verkäufer. Von Leistungen und Leistungsinhalten wurde wenig bis nichts gesagt. Einbettzimmer, Chefarztbehandlung und Privatpatient waren und sind die Schlagworte bis heute.

Böses Erwachen wenn Leistungen fehlen

Viele Tarife in der PKV sind nicht das Papier wert auf dem die Police gedruckt wurde. Hier hätte man den Kunden getrost in der GKV lassen sollen. Das hat aber kein Versicherungsverkäufer gesagt. Vom Versichern der Kinder und Ehepartner wurde der Kunde auch erst informiert als er vor vollendeten Tatsachen stand. Mit anderen Worten die Gier der Provision war größer als ein aufgeklärter und gut versicherter Kunde.

Diese beiden Systeme gegeneinander aufzuspielen grenzt an Dummheit

Zum einen deswegen weil auch eine „Einheitskasse“ die finanziellen Gegebenheiten nicht ändern würden. Jede Gesundheitsreform ist und bleibt Stückwerk weil die jeweiligen Lobbyisten, egal ob PKV oder GKV an ihren Besitzständen festhalten wollen. Zum Anderen aber finanziert der Privatpatient so manche Arztpraxis auch zum Wohle der flächendeckenden Versorgen von GKV Versicherten mit.

Eine Frage der Sichtweise und der Seiten

Ich kann mir vorstellen das die Altersrückstellungen der PKV bei so manchem Lobbyisten in den gesetzlichen Krankenkassen und GKV-Verbänden wie auch beim Gesundheitsminister Begehrlichkeiten wecken. Andererseits kann eine PKV mit reinen Zusatzversicherungen nicht überleben. Was auf der andern Seite die GKVen nicht daran hindert eben Diese an Ihre Versicherten zu verkaufen.

Das ganze Sozialversicherungssystem bedarf einer Kernsanierung

Politiker ala Couleur scheuen den großen Wurf wie der Teufel was Weihwasser. Hier kann man getrost alle Zweige der Sozialversicherung in einen Topf werfen und umrühren. Die Scheu der Reformation kann aus den jeweiligen Sichtweisen nicht immer mit Logik und Sachverstand  begründet werden.

2 Gesundheits-Systeme die gut miteinander könnten wenn,

ja wenn die Akteure damit aufhören würden sich gegenseitig mit Schuldzuweisungen und Unterstellungen zu bewerfen. Die Lösung kann nur lauten: ran an den Tisch und ohne persönliche Befindlichkeiten zu diskutieren um für den Versicherten, gleichgültig ob in der GKV oder PKV das Bestmögliche zu schaffen.
Und die PKV sollte aufhören wegen der Provisionsdeckelung und der Haftungszeitverlängerung im Tal der Tränen zu ertrinken. Die PKV wäre gut beraten an der Ausbildung der Verkäufer zu arbeiten das der Kunden nicht über den Tisch gezogen wird weil Umsatz, Provisionen, Marktanteile und Marktgrößen plus Boni für die Vorstände im Vordergrund stehen.

Versuchen wir einen Konsens zu finden der Beiden gerecht wird. Mit Ehrlichkeit, Kostentransparenz, saubere Leistungsbeschreibungen und gut beratenen Kunden. Viele Kunden sind bei richtiger Beratung in der GKV besser aufgehoben als in der PKV. Soviel Ehrlichkeit muss, sollte sein.
Dann muss auch keine PKV mehr Billigtarife und ganze Tarife schließen aus Angst vor Kunden die Beratungsfehler zu Gerichtsakten machen weil sich Verkäufer wie Kunden von einem Preis haben blenden lassen.

Fazit: Auf zu neuen Ufern in einem gesunden und ehrlichen Miteinander als in einem zerfleischenden Gegeneinander von GKV und PKV. Wir sollten alle bemüht sein dem Kunden eine faire Beratung für eine fundamentierte Entscheidung nahe zu bringen.

Vorsicht! Testsiegel, Bester hier und Bester dort, Auszeichnungen und Zertifikate, Testsieger und andere "Stempel" sind immer mit Vorsicht zu genießen. Fraglich ist immer WER hat getestet, was wurde getestet und was wurde dafür bezahlt?

Und noch was wäre für alle Krankenversicherungskunden wichtig; das Beratungsprotokoll. Dann können Sie schwarz auf weiß sehen was Sie als Kunde gewünscht haben und was der Versicherungstarif welchen Sie dann gewählt haben berücksichtigt. Oder auch wo Sie Kompromisse geschlossen haben weil Ihnen der Preis nicht zugesagt hat oder die Leistung nicht wichtig war.

DAS Netzwerk - Dübbert & Partner

"die Summe aller Erfolge ist das Resultat positiver Verbindungen von Kompetenz und Teamwork"
Versicherungen - Finanzdienste - PKV-Experten - BU-Experten - Rentenberatung - Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht - plus weiteren Experten - Telefon: 033463-376393 - weitere Informationen hier.

Share this post



Click here to get Traffic Netzwerk