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Gängelung von GKV-Patienten und Ärzten

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Die Gesundheitspolitik will Fachärzte zur Terminvergabe zwingen

Vor Jahren gab es in den „reichen“ Bundesländern  eine Vielzahl an Ärzten welche ihre Kassenzulassungen zurück gegeben haben. Die Überfrachtung von Verwaltung, die Gängelung der Gesundheitspolitik, die schlechte Bezahlung und die Regelungen der GKV-Zulassungen waren nur einige der „Zwangsmaßnahmen“ aus der Politik, sprich dem Gesundheitsministerium, welche bei den Ärzte den Entschluss reifen ließen einfach die Kassenzulassungen zurück zu geben.  

Die Gesundheitspolitik lernt nicht dazu

Da wird von Ärztemangel geredet, dagegen getan wird nichts. Das wird vom Kostendruck geredet und die Politik verschärft diesen Zustand immer weiter. Da wird von Wettbewerb geredet und der Wettbewerb endet im Lobbyismus damit keinem der Lobbyisten weh getan wird. Bei immer weniger Ärzten und Fachärzten wird durch weitere Sanktionen a) die Ärzteschaft nicht mehr und b) die verbleibenden Ärzte haben mit weiterem Druck keinen 36 Stunden-Tag.

Sanktionen und Vorschriften sind nicht die Lösung

Immer mehr Verordnungen und Auflagen bei immer weiterem Kostendruck könne mittel- bis langfristig wieder eine Verschärfung der Rückgabe von Kassenzulassungen bringen. Auf der einen Seite haben wir in den Ballungszentren ein Überangebot an Ärzten und Fachärzten und auf der Anderen Seite verschwinden in den ländlichen Regionen immer mehr Arztpraxen aus Altersgründen oder weil die Ärzte gleich ins Ausland abwandert.

300 Milliarden Euro ist das Gesundheitssystem schwer

Schaut man sich die Verteilung der Gelder an, so darf man fragen in welche Kanäle diese Gelder verschwinden. Der GKV-Versicherte, wird wie die Ärzteschaft ebenfalls gegängelt was das zeug hält. Ob IGeL-Leistungen, Zuzahlungen, Zusatzbeiträge (sie werden wieder kommen) abgelehnte Leistungen oder die seltsamen „Machenschaften“ des MDK (medizinische Dienst der Krankenkassen) sind für 90 Prozent der Bevölkerung ein Ärgernis. Das Ganze nennt sich dann wieder Gesundheitsreform.

"Die Bundesregierung will die Bundesmittel an die Krankenkassen um sechs Milliarden Euro kürzen. Die Kassen drohen hingegen mit Zusatzbeiträgen. Gesundheitsminister Gröhe und Finanzminister Schäuble wollen die Kürzung dennoch durchpeitschen und die Kassen 2017 kompensieren."


 

Mit anderen Worten unser Gesundheitssystem ist teuer und Ineffizient

Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung des Bürger Initiative Gesundheit e.V. / Pressestelle / Bürger Initiative Gesundheit e.V. Tel: 0821 50867960 - Fax: 0821 50867969 freigegeben für DAS Netzwerk Dübbert & Partner / Presseinformation / Nr. 08 / 2014 - Berlin / Augsburg, 11.03.2014

Die Politik verlangt

dass auch gesetzlich versicherte Patienten innerhalb von vier Wochen einen Facharzt-Termin bekommen. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen behauptet gleichzeitig, dass es in Deutschland eine Überversorgung mit Fachärzten gibt. Die auf Marktmacht fixierten Gesetzlichen Krankenkassen unterstellen den Fachärzten, dass sie nicht in der Lage sind, sich so zu organisieren, dass die Patienten zeitnah versorgt werden. Dies ist eine erneute Diffamierung einer Berufsgruppe, die unabdingbar die bestmöglichen Ergebnisse im Gesundheitswesen zu erreichen versucht - und zwar TROTZ des enormen wirtschaftlichen Drucks durch die Gesetzlichen Krankenkassen.

Dass Fachärzte nun gesetzlich gezwungen werden

sollen, zeitnahe Termine zu vergeben, erscheint für den Bürger auf den ersten Blick als echter Vorteil. In Wirklichkeit würde diese Maßnahme zu weiteren Beschränkungen in der Qualität und Verfügbarkeit ärztlicher Leistungen führen. Lesen Sie dazu bitte unsere gemeinsame Presse-Erklärung mit dem Hartmannbund Hessen.
Gemeinsame Presseerklärung des Hartmannbund Hessen und der Bürger Initiative Gesundheit e.V.

Polemik auf dem Rücken der Patienten und der Mediziner

Seit Monaten behaupten Politik und Krankenkassen, gesetzlich versicherte Patienten müssten in Deutschland zu lange auf Facharzttermine warten. Obwohl aussagekräftige Zahlen, z.B... der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, das Gegenteil beweisen, werden immer wieder angebliche "Studien" über zu lange Wartezeiten zitiert. Während also von der Politik lautstark ein Ärztemangel postuliert wird, behauptet heute der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) das Gegenteil und spricht von einer "Überversorgung mit Fachärzten".

Ein Widerspruch? Ja, aber auf Kosten der Qualität

lässt er sich durchaus auflösen. Und so funktioniert es: Die Politiker, die jetzt einen ambulanten Facharzttermin innerhalb von vier Wochen verlangen, haben im Gesetz keine "gute", sondern lediglich eine "ausreichende" Behandlung vorgeschrieben. Gleichzeitig haben die Gesetzlichen Krankenversicherungen in der letzten Gebührenordnung Budgets und Regresse eingeführt, um - so wörtlich - die "Mengenausweitung ärztlicher Leistungen" zu verhindern.

Wie nun der Patient im Fall der Fälle auf die Schnelle einen Facharzt finden soll, darüber sind sich weder Politik noch Krankenkassen klar, aber eine Strategie zeichnet sich schon seit geraumer Zeit ab: Die Versicherten sollen ins Krankenhaus gehen, denn dort gibt es schließlich auch Fachärzte. Diese Rechnung geht allerdings auch nicht auf, denn es steht die Frage offen, wer denn im Krankenhaus überhaupt die Patienten sehen soll. Schon jetzt sind viele Stellen unbesetzt oder werden mit wechselnden Honorarkräften notdürftig besetzt.

Auch werden Ärzte aus dem Ausland ab-geworben

Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass GKV-Patienten im ambulanten Bereich den Anspruch auf eine Facharztbehandlung haben. Im stationären Bereich müssen zur Behandlung ermächtigte Fachärzte (wie Chef- und Oberärzte) mit langjähriger Erfahrung als Facharzt eingesetzt werden, ein Assistenzarzt reicht dafür nicht.

Der Hartmannbund Hessen und die Bürger Initiative Gesundheit e.V. fordern

deshalb ein Ende der Polemik. Politik und Krankenkassen sollen sich endlich äußern, ob sie weiter auf dem Rücken der Patienten einsparen wollen - dann wird sich der Ärztemangel aber weiter verstärken und die Verfügbarkeit von Arztterminen wird weiter sinken.

Für uns, den Hartmannbund und die Bürger Initiative Gesundheit e.V. steht fest, dass eine schnellere Vergabe von Terminen bei Fachärzten nur durch einen Abbau der Bürokratie realisierbar ist. Denn dann hätten die Ärzte mehr Zeit für Patienten und müssten weniger Zeit für das Ausfüllen von Formularen aufwenden. Hinzu muss eine Abschaffung von Budgets und Regressen erfolgen, damit die Fachärzte überhaupt weitere Termine vergeben DÜRFEN und dies mit einer angemessenen Honorierung.