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Prävention, Gelder werden gekürzt

Ein alters Sprichwort sagt; Vorbeugen ist besser als Heilen. In die Neuzeit gesetzt könnte es auch lauten; Vorbeugen ist billiger als heilen. Unserem Gesundheitsminister Daniel Bahr könnte man wirklich zurufen; deine Gesundheitspolitik ist ba(h)r jeder Vernunft. Denn genau das Gegenteil wird mal wieder angestrebt.

Zu dick, zu bewegungsarm, zu falsch ernährt, zu viele Volkskrankheiten

Fastfood und zu wenig Bewegung für Kinder und Jugendliche. In den Schulen wird der gute alte Turnunterricht schon lange nicht mehr praktiziert. Es fehlt das Geld. Aufklärung der Eltern über gesunde und ausgewogene Ernährung für die Kits seitens der Krankenkassen?

Es fehlt am Geld. Aber schließlich heist es ja auch Krankenkasse und nicht Gesundkasse. Die Beiträge (Beitragsbemessungsgrenzen) steigen mal wieder kräftig, dafür bekommt der gesetzlich Krankenversicherte eine Leistungskürzung nach der Anderen offeriert. Diesmal die Kürzungen der Ausgaben für Vorbeugung oder auch Prävention genannt. Diabetes auf dem Vormarsch der Volkskrankheiten.

Hierzu hat die Pressestelle Bürgerinitiative Gesundheit DGVP e.V. einen eindrucksvolle Veröffentlichung herausgegeben.

Presseinformation Nr. 18/2011. Berlin/ Worms, 12.09.2011

Prävention weiterhin auf dem Abstellgleis!

Kürzungen der Mittel für Prävention von 1,3 Millionen Euro sieht der Bundeshaushalt 2012 vor. Der Präsident der Bürgerinitiative Gesundheit DGVP e.V., Wolfram - Arnim Candidus, hält diese Mittelreduzierung angesichts der sich abzeichnenden Entwicklung im Gesundheitswesen für das falsche Signal.

"Wir müssen vor allem versuchen, die stetige Zunahme der behandlungs- und kostenintensiven chronischen Zivilisationskrankheiten einzudämmen. Diese Krankheiten können oft durch eine gesundheitsbewusste Lebensführung vermieden werden. Zumindest aber kann ihr Auftreten verzögert werden. Davon profitieren in erster Linie die Menschen selbst. Denn ihre Lebensqualität bleibt über längere Zeit auf einem hohen Niveau.

Es gilt also, den Bürgerinnen und Bürgern den Wert einer gesundheitsorientierten Lebensführung zu vermitteln und ihnen Informationen an die Hand zu geben, mit deren Hilfe sie gesundheitliche Defizite ihres Lebensstils erkennen und abbauen können. Mehr Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, weniger Alkohol und weniger Zigaretten brächten uns auf dem Weg zu einer gesünderen Gesellschaft ein gutes Stück voran.

Prävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die man nicht allein den Krankenkassen überlassen darf. Und das nicht nur deshalb, weil Krankenkassen dazu neigen, Prävention vorwiegend als Marketingaspekt zu betreiben. Im Idealfall leben Eltern ihren Kindern einen gesundheitsbewussten Lebensstil vor. In der Realität muss Gesundheitserziehung jedoch auch auf dem Lehrplan von Kindergärten-, Kindertagesstätten und Schulen stehen. Damit nicht genug: In den verschiedenen Lebenswelten der Erwachsenen, wie etwa an ihrem Arbeitsplatz, muss Prävention ebenfalls einen hohen Stellenwert einnehmen.

Gesundheitsbewusstes Verhalten muss immer wieder geübt und verfestigt werden. Prävention ist für den Staat, die Gesellschaft und die einzelnen Bürger also eine Daueraufgabe. Wer hier spart, spart am falschen Ende. Das Gebot der Stunde lautet, die Ausgaben für Prävention zu erhöhen.

Wieder einmal setzt die Politik falsche Prioritäten."

Pressestelle Bürgerinitiative Gesundheit DGVP e.V. Tel: 06247-904 499 7; Fax: 06247-904 499 9. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; www.dgvp.de 
Freigegeben zur Veröffentlichung für das Netzwerk Dübbert und Partner

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