Kontakt

Dübbert & Partner DAS Netzwerk, Überprüfung vom Experten: PKV, BU, Krankengeld, Krankentagegeld, Pflegeversicherung, Absicherung der biometrischen Risiken, im Preis-Leistungsverhältnis, prüfen von Versicherungsbedingungen, Fachanwälte, Rentenberater.

! Diese Domain steht zum Verkauf ! Anfragen:

Beiträge

Drucken

GKV: Propaganda, Lobbyismus und Beitragsverschwendung:

am . Veröffentlicht in Pressemappe

Bewertung:  / 2
SchwachSuper 

Eine gefährliche Entwicklung, denn die PR-Strategien der AOK

zielen ganz offensichtlich darauf ab, das Misstrauen der Bürger in die Vertreter der Gesundheitsberufe zu schüren. Die Berufsgruppen und Institutionen leiden unter den immer stringenteren Vergütung durch die gesetzlichen Krankenkassen und werden dann von den Bürgern als nicht zuverlässig angesehen.

Nun stellen wir und zwar nicht zum ersten Mal fest, dass der AOK Bundesverband und nicht nur diese gesetzliche Krankenkasse alleine, direkten und indirekten lobbyistischen Einfluss auf die politischen Mandatsträger nimmt. Hintergrund dieser Feststellung ist, dass die AOK in Berlin die Mitarbeiter von Abgeordneten des Gesundheitsausschusses zum Essen und anderen Events einlädt, ganz offensichtlich, um auf diesem Wege Einfluss auf die Entscheidungen des Ausschusses zu nehmen. Ob dies in anderen Bereichen auch noch erfolgt, müsste eingehend und dringend untersucht werden.

Es kann nach meiner Überzeugung und meiner über 45-jährigen Erfahrung im Gesundheitswesen nicht sein, dass die Leistungen für die Bürger, Versicherten und Patienten immer mehr begrenzt und verweigert werden, während die selben gesetzlichen Krankenkassen die Preise für Medikamente, Hilfsmittel, Vergütungen für Behandlungs- und Betreuungsleistungen selbst bestimmen und immer gnadenloser nach unten drücken. Gleichzeitig geben genau diese Kassen nicht unerhebliche Finanzmittel für das Marketing und für lobbyistische Maßnahmen aus und lassen sich das von den Bürgern in Form von Zwangsbeiträgen finanzieren. Das ist skandalös und obszön.

Wir fordern von der Politik und dem Verbraucherschutzministerium, dem Bundesversicherungsamt und den verantwortlichen Gremien in Deutschland, die AOK und andere gesetzliche Krankenkassen dahingehend zu steuern und zu kontrollieren, dass die willkürliche einseitige Einflussnahmen auf Personen und Sachverhalte durch die Krankenkassen auf nahe Null zurückgefahren werden muss.

Dazu gehört auch die Freistellung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK)

von dem direkten oder indirekten Einfluss der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Derzeit ist es nämlich so, dass der MDK mit seinen Gutachtern nachweislich Leistungen reduziert, verzögert oder verweigert und zwar durch die Einflussnahme des Geldgebers GKV und seiner Manager und zu Lasten der Bürger.

Dazu gehört erst recht die Loslösung der Unabhängigen Patienten-Beratung (UPD) von den finanziellen Zuwendungen durch die GKVen. Hier ist es besonders wichtig, dass sich die UPD finanziell unabhängig für die Effizienz der Versorgung einsetzen kann mit dem Fokus auf den Nutzen für die Bürger.

Ganz besonders wichtig ist es auch, die Einflussnahmen der GKVen auf die Entscheidungen im Gemeinsamen Bundesausschuss und den Gremien INEK, Gematik, IQWIG usw. zu beschränken. Wir müssen gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die finanzielle Macht der GKVen dorthin zurückgeführt wird, wo sie hingehört: Auf eine für die Bürger akzeptable und die Zukunft der Versorgung dienende Effizienz.

Wenn uns dies nicht gelingt, werden die Gremien der GKVen es schaffen, die Leistungen und Vergütungen noch weiter zu kürzen, die wohnortnahe Versorgung zu reduzieren, die Dumping-Preis-Orientierungen zu forcieren und die Innovation auszubremsen. Um das zu verhindern, suchen wir Kompetenzpartner, die bereit sind, sich mit uns für eine Evolution des Gesundheitssystems einzusetzen.

Wolfram-Arnim Candidus - Präsident der Bürger Initiative Gesundheit e.V.