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Hebammen und die Zukunft

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Berufs-Haftpflicht-Prämien für Hebammen

Presseinformation Nr. 10 / 2014 Berlin / Augsburg, 18.03.2014 / freigegeben zur Veröffentlichung für DAS Netzwerk Dübbert & Partner. Lesen Sie auch: DGVP e.V. für Gesundheit im Überblick

Die Berufsgruppe der Hebammen hat unter dem Druck der gesetzlichen Krankenkassen besonders zu leiden, viele Krankenhäuser schließen bereits ihre Geburtshilfeabteilungen.

Monetik vor Ethik im Gesundheitswesen am Beispiel der Berufsgruppe Hebammen!

Die destruktive Orientierung im Gesundheitswesen an Kommerz, Preis, Wettbewerb und Kosten führt immer mehr zur Zerschlagung von Einrichtungen der Versorgung, Behandlung und Betreuung der Bürger. Nun greift der Discounter gesetzliche Krankenkasse direkt auf eine seit Jahrhunderten bewährte Berufsgruppe, die Hebammen zu.

Warum gebrauchen wir den Begriff "Discounter"?

Als Großabnehmer verfügt der Discounter über ein Nachfragemonopol und bestimmt den Preis, zu dem er Waren einkauft. Der Discounter will so billig als nur irgend möglich einkaufen und den Hersteller einer Ware oder Dienstleistung mit allerlei Tricks möglichst zum Verkauf unter Wert zwingen. Die identische Marktmacht besitzen und nutzen die gesetzlichen Krankenkassen gegenüber den Bürgern und den Berufsgruppen der Versorgung, Behandlung und Betreuung.


Am Beispiel der Vergütungen für die Hebammen

wird das Vorgehen offenkundig. Die Prämien der Haftpflicht für die Hebammen werden deutlich angehoben. Die Vergütung für die Leistungen bleibt jedoch gleich und damit wird mittels Marktmacht die Versorgungsqualität für die Frauen gesenkt. Den Discounter gesetzliche Krankenkasse interessiert dabei nicht die wichtige Frage: "Wie können die Hebammen oder stationären Einrichtungen aus den Vergütungen für die erbrachte Leistung die angestiegenen Haftpflichtprämien bezahlen?"

Noch weniger scheinen sich die gesetzliche Krankenkassen dafür zu interessieren, wie die Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Kunden = Versicherten und schwangeren Frauen jetzt und in der Zukunft erfüllt werden.

Dementsprechend wird eine Vielzahl von Geburtshilfeabteilungen in deutschen Krankenhäusern geschlossen.

Namentlich sind dies nach unserem Wissen z.B.: das Krankenhaus Wolfhagen, das Krankenhaus Eitdorf, das DRK Krankenhaus Biedenkopf, das Krankenhaus Nagold, der evangelische Johannisstift Münster, die Kinderklinik Bernburg, das Krankenhaus Hannoversch Münden, die Paracelsus Kliniken Langenhagen, das Krankenhaus Kamen, das Krankenhaus Oldenburg, das Krankenhaus Zwiesel, die Sana Kliniken Riedlingen und Laupheim, das Krankenhaus Jülich, das Krankenhaus Münchberg. Diese namentlichen Nennungen sind nur die Spitze des Eisbergs und basieren auf dem Preis-Dumping der gesetzlichen Krankenkassen.

Diese Schließungen vernichten die Existenzgrundlage der freiberuflichen Hebammen.

Abbaus von Abteilungen der Geburtshilfe

Das bekannte und destruktive Ziel des Abbaus von Abteilungen der Geburtshilfe ist die Senkung der Kosten zu Lasten der Frauen, die eine wohnortnahe Versorgung benötigen oder wünschen. Denn nicht nur vor und während der Geburt betreut und unterstützt die Hebamme Mutter und Kind, sondern auch danach. Die wichtige Funktion einer traditionell verankerten Berufsgruppe wird radikal abgebaut und zwar durch die Hintertür mit der Unterstützung von Versicherungsmathematikern.

Und das alles nur, damit der "Discounter gesetzliche Krankenkasse" mit "Dumping-Preisen" und faulen Tricks Kosten senken kann. Das bedeutet am Ende: Die Bürger erhalten für die gleichen Beiträge immer weniger Leistungen, während die Institutionen des Gesundheitswesens für die gleichen Leistungen immer weniger entlohnt werden. Die dadurch zwangsläufig entstehende Versorgungslücke bewerten wir als unmoralisches und unethisches Verhalten der gesetzlichen Krankenkassen.

Leidtragenden sind die werdenden Mütter

Die Leidtragenden sind die werdenden Mütter, die Hebammen und die stationären Einrichtungen. Der brutale Kampf um das Billigste im Gesundheitswesen muss schnellstens beendet werden, da ansonsten die Qualität der Versorgung/Behandlung/Betreuung für die Bürger noch weiter eingeschränkt wird und zwar ohne einen qualitativen und wirtschaftlichen Nutzen. Wir suchen ausdrücklich Verbündete, um diesen Irrsinn zu beenden! - Wolfram-Arnim Candidus Präsident der Bürger Initiative Gesundheit e.V.