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Lebensbedrohlicher Tablettenmix:

am . Veröffentlicht in Pressemappe

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Zu viele Medikamente können gefährlich bis tödlich sein

Gerade ältere Menschen werden oft und oftmals mit zu vielen Medikamenten bedacht. Viele dieser verschriebenen Medikamente vertragen sich nicht mit den anderen eingenommenen Medikamenten. Einen Beipackzettel zu lesen erfordert nicht nur Kenntnisse der Medizinsprache und der Pharmasprache sondern ist auch schlicht unverständlich und durch die kleine Schrift, gerade für ältere Menschen nicht lesbar und damit unverständlich.

Zu Risiken und Nebenwirkungen „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“

Nun ist das so eine Sache mit dem Fragen, vorausgesetzt; gewusst was gefragt werden soll? Oftmals ist nicht nur ein Arzt der Rezept-Verschreibende, sondern es sind mehrere Ärzte beteiligt.

Nun sollte man glauben, dass im Digitalen Zeitalter die Vernetzung der Ärzte untereinander funktioniert, so ist dass leider ein Irrglauben.

Auch die Digitale Gesundheitskarte ist noch Zukunftsmusik. Damit ist der Medikamentenmix, welcher verordnet wird, in seinen Nebenwirkungen oft unüberschaubar.

Das damit verheerende Wirkungen entstehen und diese zu weiteren Erkrankungen bis hin zum Tod führen kann, das bleibt damit eines der größten Risiken.

Hausärzten, Angehörigen, Pflegekräften

Die meisten Medikamente haben eine Nebenwirkung. Dazu zählen auch die sogenannten rezeptfreien Medikamente, welche im Zusammenhang mit rezeptpflichtigen Medikamenten verheerende Nebenwirkungen erzeugen können. Von Angehörigen oft gut gemeint, den Ärzten nicht bekannt und der Apotheker fragt nicht nach, bzw. kennt die weiteren Medikamente nicht, welche eingenommen werden, gar nicht.

So entsteht eine Spirale von Wirkung und Nebenwirkung. Daraus können nun neue Erkrankungen entstehen, weil über dosiert oder unter dosiert.

Die oben genannte Liste kann einen Überblick verschaffen

Ratsamer wäre es allemal ALLE Medikamente, auch die Rezept-freien und die sogenannten Nahrungsergänzungsmittel dem Arzt zu übergeben und eine Verträglichkeits- wie Nebenwirkungsprüfung durch zuführen.

Das gilt für alle Altersgruppen welche mehrere Medikamente einnehmen. Besonders eben bei älteren Menschen aber auch bei Kindern.

Leicht verständlich und sehr übersichtlich die Forta-Liste


 

Die Bürger Initiative Gesundheit informiert. Freigegeben zur Veröffentlichung für DAS Netzwerk Dübbert & Partner

Lebensbedrohlicher Tablettenmix: Neue Positiv- / Negativliste schützt vor den gefährlichen Folgen für ältere Menschen

Ältere Patienten leiden häufig unter zahlreichen Diagnosen, die alle unabhängig voneinander "leitliniengerecht" therapiert werden. Dies führt zu einer massiven Belastung mit Arzneimitteln (sogenannte Polypharmazie) und ist häufig für schwere, zum Teil auch tödliche Nebenwirkungen verantwortlich. Auch Stürze sind ein besonderes Problem älterer Patienten und führen zu langen Krankheitsverläufen und oft sogar zum Tod; viele Arzneimittel, vor allen Dingen Psychopharmaka, können Stürze auslösen.

Bei der Vielzahl von Arzneimitteln, die älteren Menschen einnehmen müssen, werden die optimalen Möglichkeiten der modernen Arzneimitteltherapie aber häufig nicht voll ausgeschöpft. Dabei gibt es sowohl ein "zu viel" als auch ein "zu wenig" in der Verordnung, Dosierung und Zusammenstellung. Aus diesem Grund reichen für eine Bewertung von Nutzen und Schaden reine Negativlisten wie die Beers- oder PRISCUS-Listen nicht aus, die Vergangenheit hat gezeigt, dass die reine Negativbewertung zu einer relevanten Verbesserung der Patientenschicksale nicht ausreicht.

Aus diesem Grund hat die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Wehling die FORTA-Liste angefertigt, die nicht nur auf Arzneimittel hinweist, die älteren Patienten nicht gegeben werden sollen, sondern auch klarstellt, welche Arzneimittel im Alter nachweislich nützlich und verträglich sind. Die FORTA-Liste wurde mehrstufig, zuletzt von insgesamt 25 Experten, entwickelt, um die Arzneimitteltherapie älterer Patienten sicherer und effizienter zu gestalten.

Mit diesem neuen Instrument erhält vor allem der Hausarzt eine Hilfe zur schnellen Orientierung, um in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit eine Verbesserung der Arzneitherapie, die ja häufig 15 Arzneimittel und mehr umfasst, zu erzielen. Erste klinische Untersuchungen zeigen einen positiven Effekt der Anwendung dieser Liste, z.B. auf die Sturzhäufigkeit älterer Patienten. Weitere klinische Untersuchungen laufen derzeit.

Die aktuelle FORTA-Liste ist nun zusammen mit der dazugehörigen Publikation zum ersten Mal frei zugänglich und in deutscher und englischer Ausführung verfügbar. Wir von der Bürger Initiative Gesundheit e.V. möchten Hausärzten, Angehörigen, Pflegekräften und Betroffenen die Nutzung der leicht verständlichen und sehr übersichtlichen Forta-Liste (http://www.umm.uni-heidelberg.de/ag/forta/) ans Herz legen, denn sie hilft auf sehr einfache Art und Weise, Leid und Todesfälle bei älteren Patienten zu vermeiden.