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Gedeckelte PKV-Provisionen ab 1.April 2012

Ab 01.04.2012 werden die Provisionen, Courtagen, auf maximal 9 Monatsbeiträge (MB) eingefroren. Die Haftung für Storno-Rückzahlungen werden auf 60 Monate, 5 Jahre ausgeweitet. Bravo oder ...

Überhöhte Provisionen

Schon lange hat es in der Versicherungsbranche der PKV rumort. Zu hohe Provisionen werden gezahlt, dauernde Umdeckungen, die Haftung des Verkäufers ist mit 12 Monaten erledigt. Der Leidtragende war, sofern nicht eine wesentliche bessere Leistung bei der neuen PKV zu belegen war, für den Kunden nachteilig.

Alle 12 Monate auf Kundenjagd

Viele Verkäufer und Strukivertriebe haben über Jahre ihre Kunden fleißig alle 12 Monate in eine „neue“ Krankenversicherung geschickt. Jedes mal hat es satte Provisionen gegeben. Den nach 12 Monaten war die Storno-Haftungszeit vorbei und die Provision verdient. Da ist jetzt, wenigstens ansatzweise, vorbei. Ob es gänzlich vorbei ist wage ich zu bezweifeln.
Die „eigenen Verträge“ werden wohl weitestgehend unangetastet bleiben aber die Verträge von Mitbewerbern, Kollegen, werden wohl weiter lustig umgedeckt. So kann ein ewiger Kreislauf beginnen.

Gedeckelte Provisionen

Frau Ilse Aigner (Verbrauchermisterin) glaubt das die nicht ausgegebene Provision zum Wohle des Kunden in und für Leistungen verwendet werden. Wenn Frau Aigner da mal nicht irrt. Strukturvertriebe haben ein finanzielles Problem das es zu lösen gilt. So mancher Maklerpool wird sich über dieses Gesetz auch nicht gerade freuen. Denn auch Maklepools "leben" von den Overhead den Sei bei eingereichten Verträgen bekommen. Die Provision-Neuregelung wird so manchen aus diesen Gruppen nicht schmecken.

Gab es vorher bis zu 18 MB, so muss die Differenz  von 9 MB zu 18 MB irgendwie ausgeglichen werden. Wie? Es wird auch hier den Versicherern an einem kreativen Name für „das Kind“ Finanzierungen von, zum Beispiel Bürokostenzuschuss, Zielerfüllungsprämie, Umsatzprimus, und so weiter,  einfallen um die Hierarchien in den Strukibuden und Vertriebsorganisationen plus Maklerpools angemessen zu bezahlen.

Klagen dagegen schon vorbereitet

Der Präsident des Bundesverbands der deutschen Versicherungskaufleute, BVK, Michael Heinz

Das sagte Herr Heinz „gestern“:

Zitat: "Der Sündenfall der Branche geschah in den 80-er Jahren mit den Strukturvertrieben."Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute, glaubt, dass die Strukturvertriebe an den Provisionsexzessen in der Branche schuld sind.

Das sagt Herr Heinz „heute“:

Zitat: Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Versicherungskaufleute /(BVK) Michael Heinz hatte im Vorfeld der Bundestags-Abstimmung bereits angekündigt, dass er gegen eine gesetzliche Deckelung der Provisionen und eine Verlängerung der Stornohaftung klagen wird. "Wir lassen doch eine Branche nicht diskriminieren, weil es einige schwarze Schafe gibt".

Einige schwarze Schafe

Herr Heinz, es sind tausende von Vertretern aus den Strukivertrieben unterwegs und nicht „einig“ welch alle bezahlt werden wollen oder müssen. Es ist wie bei der Euro-Krise, es wird nicht das Übel samt Wurzel beseitigt sondern an den Symptomen rumgedocktert.  Wen trifft es wirklich? Den freien Versicherungsmakler der sauber als Sachwalter des Kunden arbeitet - und den Einfirmenvertreter der eben nur „seine PKV“ verkaufen kann.

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