20. September 2011
Posted in
Info -
Gesetzliche Krankenkasse
Vorbeugen ist besser als heilen
Die Bundesforschungsministerin Annette Schavan sieht das so: „Nicht erst an Krankheit denken, wenn man krank ist“. Die Opposition sieht das so: „ das Programm der Gesundheitsforschung dient mehr der Wirtschaft als den Patienten“. Gesundheitsminister Bahr sieht das so: für Prävention (Vorbeugen gegen Krankheiten) ist kein Geld da.
„für Ihre Gesundheit, die forschenden Pharmaunternehmen"
so ein Werbeblock im Fernsehen. Immerhin, Frau Schavan kann für sich verbuchen das sie als einzige Ministerin mehr Geld von Finanzminister Schäuble bekommen hat als die anderen Ministerien, welche teilweise mit Kürzungen zurecht kommen mussten.
12 Milliarden Euro mehr für die Forschung
Andererseits hat Herr Schäuble 4.6 Milliarden an Mehrwertsteuer aus Medikamentenverbrauch eingenommen. Allerdings nur von den gesetzlichen Krankenkassen verordnete Medikamente. Was die PKV „umgesetzt“ hat ist hier nicht enthalten und was der Kunde selber gekauft hat auch nicht. Man sieht, Gesundheit ist nicht nur ein Milliardenmarkt für die Pharmaindustrie sondern auch eine Einnahmequelle für Herrn Schäuble also das Finanzministerium.
Und was sieht der Kunde?
Jedenfalls sieht es der GKV-Versicherte so: immer höhere Beiträge und immer weniger Leistungen plus immer mehr Zuzahlungen. Von Verbeugung erst gar nicht zu reden. Dabei macht sich Frau Schavan für mehr Prävention stark. Gerade die Zivilisationskrankheiten sind durch gezieltes Vorbeugen vermeidbar.
Ausgaben Pro Kopf
Seit 1992 bis 2009 sind die Ausgaben pro Kopf um 73 Prozent gestiegen. Ein Argument könnte sein das teure Therapien zunehmen. Ob alles sinnvoll ist, dass mag ich nicht zu beurteilen. Aber, eine Studie zeigt, dass durch die „Eintrittsgebühr“ beim Arzt nichts „gewonnen“ wurde (bestätigte schon Herr Rösler (FDP)). Ebenso ist die Fallpauschale eher ein Teuerungsfaktor als das die Ausgaben gesenkt wurden.
Reformen werden verschoben
Diesmal hat es die Pflegereform getroffen. Termin wurde abgesagt weil sich CDU und CSU, ich nehme mal an die FDP dazu, nicht „grün“ sind.
Also wird der EURO-Streit auf dem Rücken der Bürger, hier der Pflegebedürftigen und Beitragszahler ausgetragen.
Mal sehen wann sich Gesundheitsminister Bahr (FDP) wieder in der Lage sieht seinen JOB zu machen.
| < Zurück | Weiter > |
|---|



