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Jeder 10. PKV-Versicherte will zurück in die GKV?

Betrachtet man die Praktiken unter welchen Umständen sich ein Bürger die Wahl zwischen Gesetzlicher Krankenkasse und Privater Krankenversicherung rein zieht und abschließt, so wundert mich dieser Wunsch, „zurück in die GKV“, nicht.

Kriterien zum Wechsel der Krankenversicherung

Wer sich Selbständig macht hat oft den all zu schnell den Wunsch in die PKV zu kommen. Da aber das Geld knapp ist, muss die Krankenversicherung „billig“ sein. Viele Versicherungsvertreter nutzen Diesen Wunsch auch weidlich aus um schnell Provision und Umsatz zu machen.

Besser wäre den Kunden allumfassend zu beraten und auf die Vorteile und Nachteile eines Kassenwechsels hinzuweisen.
Wesentlich anders ist es bei der KV-Beratung bei den Angestellten zum Wechsel von GKV zu PKV auch nicht. Da die meisten Versicherungsvertreter auch noch „Preisangst haben“ wird dann ein Krankenversicherungstarif mit schlechten Leistungen verkauft der billiger ist als der freiwillige GKV-Beitrag.

Die Unzufriedenheit der PKV-VERSICHERTEN

Die oben genannten Praktiken können gar nicht anders als in der Unzufriedenheit des Kunden landen. Denn eins ist sicher, der Kunde vertraut dem "PKV-Berater" weil Er, der Kunde, es nicht besser weis. „PKV-Versicherte für 59 Euro im Monat“? Was bitte soll da an Versicherungsschutz drin sein? Im Leistungsfall zeigt sich dann das solche PKV-Tarife schlechter sind als die Leistungen in der Gesetzlichen Krankenkasse

Wäre der Versicherungsvertreter ehrlich gewesen

Hätte er zwar jetzt keine Umsatz mit einer Privaten Krankenversicherung gemacht, auch keine (überzogene) Provision erhalten, aber möglicherweise auch kein Storno eingefahren. Und der PKV-Versicherte hätte eine verträgliche Beitragsanpassung erhalten. Die bekommt er ja i der GKV auch. Gleiches Spiel bei den Angestellten. Die PKV muss billiger sein als sein freiwilliger Beitrag zur GKV? Was bitte soll da an Leistungen der PKV raus kommen?

Wahre Begebenheit, Wechsel GKV zu PKV

Eine junge Frau, 1 Kind, allein erziehend hat sich mit einem Onlineshop selbständig gemacht und wollte sofort in die PKV wechseln.

Unsere Empfehlung war: Bleiben Sie mal ein Jahr noch in Ihrer GKV und schauen Sie wie sich das Geschäft entwickelt. Wir können einen Anwartschaftsversicherung abschließen das Sie in einem Jahr wechseln können ohne Gesundheitsfragen und neuem Eintrittsalter. Zudem müssen Sie für das Kind einen eigenständigen KV-Beitrag entrichten im Gegensatz zur GKV. Mit andern Worten, mal ruhig Blut, es läuft nichts davon.

Der Versicherungsvertreter sagte:

Hier ist ein PKV-Tarif der ist für Sie und Ihre Tochter billiger als der freiwillige Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse. Warum wollen Sie Geld für eine Anwartschaftsversicherung ausgeben wenn Sie gleich PKV-Versicherte sein können. Das ist „raus geschmissenes Geld“.

Das Ergebnis der Krankenversicherungsberatung:

Die Frau hat sich privat Krankenversichert, ein Teil der Leistungen für das Kind wurden nicht erstattet (Tarifbedingungen) Die Frau selber musste nach 5 Monaten ihre „Selbständigkeit“ wieder aufgeben weil kein Umsatz aber jede Menge Ausgaben da waren.

Die Private Krankenversicherung wurde nicht mehr bezahlt und vom Versicherer gekündigt. Die Schulden bei der PKV sind geblieben. Der Versicherungsvertreter hat ein Storno und muss Provisionen zurück bezahlen. Die Kundin ist stinke sauer und landete wieder bei uns. Wir konnten hier auch nicht mehr helfen.

Viel Falschberatung und verärgerte Kunden

Nicht nur der Versicherungsvertreter, nicht nur der Kunde ist Schuld, nein die Versicherungsgesellschaften tragen eine Mitschuld und auch Mitverantwortung an derlei Beratungsgesprächen. Umsatz um jeden Preis! Provision um jeden Preis. (die meisten Versicherungsvertreter sind HGB § 84)

PKV kostet Geld und will durchdacht sein

Dafür gibt es die PKV-Experten. Diese Fachberater erzählen nicht „billig“ sondern Leistung im Bedarfsfall ist wichtig. Was haben Sie von einer privaten Krankenversicherung die schlechter ist  als Ihre GKV wenn sie „billig“ ist? „Geiz ist in der PKV eben nicht geil“ sondern richtig teuer.

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