29. Juli 2011
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Gesetzliche Krankenkasse
Krankenkassenwettbewerb eine Illusion
Belohnung für Kassen mit vielen Gesunden, Bestrafung der Krankenkassen mit Risikopatienten. Das wäre die kürzeste Formel der GKV im Wettbewerb untereinander. Das Wort "Sozial" kann man also in dem Gedanken Sozialversicherung (derzeit) getrost streichen. Ändern wird sich im Gesundheitssystem nichts.
Beispiel der City BKK
Wie wir berichtet haben, waren oder sind nach der Schließung der City BKK Tausende von alten und kranken Menschen von heute auf morgen ohne Krankenversicherung da gestanden. Die fadenscheinigen Gründe: Überarbeitung, Überlastung, Antragsflut, waren nur einige Ausreden warum ein ehemalig Versicherter der City BKK nicht in die neue Krankenkasse seiner Wahl aufgenommen wurde.
Hier wollten die anderen Krankenkassen keine Risiken versichern die Geld kosten. Die Zwangszuweisung zu einer bestimmten Krankenkasse ist rechtswidrig. Ein dreistes und zynisches Vorgehen der Krankenkassenvorstände. Der neue Gesundheitsminister Bahr rügte Diese Vorgehensweise und drohte Sanktionen gegenüber den Kassen an. Gehört hat man davon allerdings nichts mehr.
SPD fordert
Mit dem gesundheitspolitischen Sprecher Professor Dr. Karl Lauterbach fordert die SPD: Abschaffung der Zusatzbeiträge, die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen und eine Weiterentwicklung des sogenannten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (RSA) der GKVen. Die darin aufgelisteten (willkürlichen) Krankheiten von 50 bis 80, feuert die Krankenkassen zu einer Risikoselektierung an. Bewirkt wird damit das die Krankenkassen, welche sich um ihre Patienten kümmern bestraft werden und die Kassen die nur auf gesunde und junge Menschen abzielen (finanziell) belohnt werden.
Wenig Aussicht einer Reform des Gesundheitsfonds
Das der Gesundheitsfonds abgeschafft wir bleibt sicherlich eine Illusion. Denn welche Kasse verzichtet schon gerne auf das Geld. Schon der ehemalige Gesundheitsminister Rösler musste zugeben das die Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal nichts gebracht hat, aber zurücknehmen werde er sie nicht. Sein Nachfolger auch nicht. Das die Aufsicht nicht funktioniert, ist ebenfalls an der BKK City mehr als deutlich geworden. Fakt ist das die Lobbyisten, welche von dem Geld der Versicherten profitieren sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen werden.
Klüngel und Filz
Anders kann man es nicht bezeichnen wenn man die vielen Milliarden Einnahmen der Versicherten betrachtet und immer weitere finanzielle Beteiligungen plus Leistungskürzungen gegenüber stellt. Ein Beispiel: Der Krankenkassen-Vorstand der Techniker Krankenkasse (TK) bekommt 273.000 Euro plus Dienstwagen.
Im Vergleich: Herr Sanjo, Chef der BaFin (Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen) muss sich mit ca. 100.000 Euro pro Jahr zufrieden sein. Kein Wunder das Schäuble keinen Nachfolger für Herrn Sanjo findet. Da wäre ich auch lieber Vorstand bei einer (gesetzlichen) Krankenkasse.
Gesundheitsreform und die Folgen
Was ist an Leistungen gekürzt worden die Sie nun selber bezahlen müssen? Was zahlen Sie im Jahr an Zusatzbeiträgen, Zuzahlungen bei Medikamenten, Zahnersatz, Praxisgebühr, im Krankenhaus für die ersten 21 Tage, gilt auch bei Kur. Welche KV-Beiträge zahlen Sie allein ohne das sich der Arbeitgeber mit beteiligt. Wie lange müssen Sei auf einen Arzttermin beim Facharzt warten, falls einer in Ihrer Nähe ist, wie wird Ihr Krankengeld berechent.
Wie sieht der Versicherungsschutz im Ausland aus und was zahlen Sie an möglich Krankenzusatzversicherungen zu Ihrem GKV-Beitrag, welche Medikamente und Behandlungen werden Ihnen erst gar nicht verordnet, und so weiter.
Pro oder Contra PKV, GKV
Was mich an der allgemeinen politischen Medienberichterstattung stutzig macht ist folgendes. "PKV erhöht ihre Beiträge, Billigtarife, erst angelockt, dann abgezockt, Rentner kann die Krankenversicherungsbeiträge nicht bezahlen, die private Krankenversicherung will nur Junge und Gesunde", und so weiter.
Rechnen Sie also als GKV-Versicherter zusammen
Was kostet Ihnen Ihre Krankenversicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse wirklich pro Jahr? Was wollen Sie von Ihrer Krankenversicherung und was erwarten Sie von der Leistung einer Krankenversicherung?
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