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Ärztliche Überversorgung, ärztliche Unterversorgung

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Zu alte Ärzte, zu wenig Nachwuchs, zu teure medizinische Versorgung, zu hohe Kassenbeiträge, zu viele Nicht versicherte trotz Krankenversicherungspflicht, und so weiter. Kein Tag vergeht an dem nicht eine oder gleich mehrere Meldungen von einzelnen Zweigen der Sozialversicherung im Fokus der Medien und der Politik stehen.

Zu viel Arztpraxen in Ballungsgebieten

Die Vorstandschefin des Spitzenverbands der Krankenkassen Frau Doris Pfeiffer beklagt das es zu viele niedergelassene Ärzte gibt. So stieg die Zahl der niedergelassenen Ärzteschaft von vor 20 Jahren auf 2011 um 45.000.

Naja, immerhin haben wir nun auch 16 Bundesländer, also 5 1/2 (1/2 ist Ostberlin) Bundesländer mehr als 1990. Richtig ist wohl das in den Ballungsgebieten, Ost wie West, zu viele Arzt-Praxen da sind. Im Gegensatz dazu aber in den Ländlichen Gebieten wie etwa Mecklenburg Vorpommern zu wenige ärztliche Praxen zu verzeichnen sind.

Frau Doris Pfeiffer will die Überversorgung abbauen

Um die Unterversorgung aufzubauen. Das könnte ihrer Meinung dadurch passieren das zum Beispiel die Kassenlizenzen nur noch für das Berufsleben eines Arztes gewährt werden. Bislang konnte ein Arzt, der sich zur Ruhe setzte, seine Lizenz mit den gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen weiterverkaufen.

Gesundheitsreformen und kein Ende

Allerdings muss auch mal auf die vielen Krankenkassen und deren Kosten hingewiesen werden. Die Anzahl der gesetzlichen Kassen schrumpfen durch Pleiten, Fusionen, Zusammenschlüssen und "Aufkäufen" rapide. Ein Ende ist wohl nicht in Sicht. Überhaupt blickt doch kein Versicherter mehr durch wo überall seine Beiträge "verteilt" werden.

Und in Finanz guten Zeiten weckt das natürlich Begehrlichkeiten. Beitragssenkung! Die Ärzte wollen mehr Geld, die Krankenhäuser auch, die Apotheker sowieso und die einzelnen Vorstände der Krankenkassen wollen auch nicht leer ausgehen und ein wenig wollen auch die Angestellten der Kassen vom Kuchen ab haben.

Ausgaben und Einnahmen

Nun ja, auch Schulden oder finanzielle Defizite haben so manche Krankenkassen zu verzeichnen. Dazu kommt das viele "Versicherte" ihre Krankenkassenbeiträge nicht mehr bezahlen können. Deswegen werden dann die Zusatzbeiträge auch per Gerichtsvollzieher eingetrieben.

Wobei sich der Kreis Derer, die gar nicht Krankenversichert sind, ständig vermehrt. Daraus folgt, das Hartz 4 die Beiträge zur Krankenversicherung übernimmt (halber Beitragssatz) die Kosten der Behandlungen aber deswegen nicht billiger werden.

Erste Rufe nach Abschaffung der Familienversicherung

1 Beitragzahler oder Hartz 4 Empfänger und wie viel Leistungsempfänger? Das kann schon mit der reinen Logik geschweige den mathematisch, bzw. betriebswirtschaftlich nicht gut gehen.

Jede Gesundheitsministerin, Gesundheitsminister verspricht die Große Reform mit Nachhaltigkeit! Ulla Schmid mit dem Gesundheitsfonds und Einheitsbeitrag, Philipp Rösler mit der Lizenz zum Gelddrucken via Zusatzbeiträge.

Und was macht Herr Gesundheitsminister Bahr? Okay, der ist noch zu kurz im Amt und dann ist jetzt erst mal Sommerpause ...

Ach wie ruhig ist es doch in der privaten Krankenversicherung ...

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